Wissenschaftsforum
Zukunft der Juniorprofessur

06.11.2004 - Das Wissenschaftsforum der SPD veranstaltete Anfang November in Zusammenarbeit mit dem Rektorat der Universität Bielefeld eine gemeinsame Diskussionsveranstaltung über „Die Zukunft der Juniorprofessor“. Nach der Eröffnung durch Prorektor Gerhard Sagerer und Ute Berg, MdB und Vorsitzende des Wissenschaftsforums der SPD in Ostwestfalen-Lippe, stand ein Vortrag von Christoph Ehrenberg, Leiter der Abteilung für Hochschule und Weiterbildung im vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, im Mittelpunkt.
Er stellte wesentliche Elemente der 5. HRG-Novelle (Juniorprofessur, Zeitvertragsregelung, Besoldungsrecht) und die Konsequenzen des Bundesverfassungsgerichtsurteils vom Sommer dar, mit dem nach der Klage unionsgeführter Länder die bundeseinheitliche Einführung der Juniorprofessur außer Kraft gesetzt worden war.
Angesichts der damit verbundenen Verunsicherung unter Nachwuchswissenschaftlern war die Veranstaltung sehr gut besucht; zudem gab es einen hohen Bedarf an aktuellen Informationen zu der vom Kabinett weiterhin geplanten bundesweiten Einführung der Juniorprofessur. Durch das Angebot der Juniorprofessur ist der Wissenschaftsstandort Deutschland international konkurrenzfähiger und attraktiver geworden, so die Bundestagsabgeordnete Ute Berg. 14 % der berufenen Juniorprofessorinnen und -professoren kamen aus dem Ausland, viele davon seien deutsche Rückkehrer.
Nach einer Einigung von Bund und Ländern scheint inzwischen klar, dass mit dem Beschluss des Bundeskabinetts über den Gesetzentwurf zur Änderung dienst- und arbeitsrechtlicher Vorschriften im Hochschulbereich der Weg für die bundesweite Einführung der Juniorprofessur und ein modernes Zeitvertragsrecht frei ist. Das Gesetz soll Anfang 2005 in Kraft treten.