Wissenschaftsforum
Die Zukunft der Hochschulen - Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff und Prof. Dr. Dieter Timmermann

02.11.2007 - Bielefeld. „Wie können wir unsere Hochschulen angesichts von Herausforderungen wie dem internationalen Hochschulraum und der globalisierten Arbeitswelt zukunftsfest machen?“ Diese Fragestellung stand im Mittelpunkt der Diskussion zur Zukunft der Hochschulen, die das Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie in Ostwestfalen-Lippe gemeinsam mit der Friedrich Ebert Stiftung im Bielefelder Rathaus veranstaltete.
Mit Exzellenz – nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Lehre, so eine zentrale Antwort des Berliner Senators für Bildung, Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner.
Gemeinsam mit der Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz und Rektorin der Fachhochschule Bielefeld Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff und dem Bielefelder Universitätsrektor Prof. Dr. Dieter Timmermann stellte sich Zöllner den Fragen von Ute Berg, interessierten Gästen und Aktiven der Hochschulpolitik.
Drei wesentliche Herausforderungen nannte dabei J. Zöllner, die die Hochschulen zu bewältigen hätten: noch mehr gut ausgebildete Menschen, Spitzenförderung wissenschaftlicher Arbeit, Entwicklung hin zu Dienstleistungszentren für Weiterbildung und Wissenstransfer.
Besonders den Aspekt der Weiterbildung unterstrich Prof. Timmermann. Deutschland stehe hier noch ganz am Anfang. Frau Prof. Rennen-Allhoff stimmte in der Einschätzung zu, betonte aber auch, dass die Hochschulen dazu erst einmal die Möglichkeit bekommen müssten, also gesetzliche Bestimmungen erweitert werden müssten.
Auch eine Öffnung der Hochschulen für qualifizierte junge Menschen ohne Abitur müsse vorangetrieben werden. Es könne nicht sein, dass die abgebende Institution (Schule) die Qualifikationen bestimme, die die aufnehmende Institution (Hochschule) brauche, so Timmermann.
Quintessenz der angeregten Debatte: Wissenschaft und Forschung sind die wichtigsten Faktoren zur Weiterentwicklung des Standorts Deutschland. Investitionen in die Köpfe der Menschen und in die Exzellenz der Forschung sind daher gut angelegtes Geld.
„Bildung und Forschung müssen als eine Verantwortung der gesamten Gesellschaft empfunden und getragen werden“, so die Paderborner Bundestagsabgeordnete. Die stärkere Erschließung privater Finanzquellen bleibe neben der Verpflichtung des Staates für eine auskömmliche Grundausstattung wesentliches Ziel der kommenden Jahre.